
Nicht ganz so rund wie gehofft war es für die LTV-Fechterinnen beim Internationalen Windmühlenmesser Cup, für A-Jugendliche, in Solingen gelaufen. 137 Fechterinnen aus Deutschland, den Niederlanden, Italien und Rumänien waren gemeldet, unter Ihnen fünf Fechterinnen des LTV. Das Solinger Turnier ist ein wichtiges nationales Ranglistenturnier.
Bevor es in ins 64er Ko ging wurden zunächst eine Vor- und eine Zwischenrunde gefochten. Die beiden jüngsten Fechterinnen Marie Courouble und Constanze Millutat überstanden die Vorrunde nicht und belegten durch Indexgleichheit geneinsam den 109 Platz. Lea-Marie Geisbauer, Johanna Schmidt und Henrike Enders sicherten sich den Einzug in die Zwischenrunde. Auch hier sollte das Trio unbeschadet weiterkommen.
Im folgenden 64er Ko musste Geisbauer direkt eine 5:15 Niederlage gegen Elisa Sodemann vom TSV Berlin Wittenau einstecken. Im anschließenden Hoffnungslauf kam dann das Aus auf Rang 57 gegen die Frankfurterin Jasmin Aron, die zuvor von Enders mit 15:10 auf die Ehrenrunde geschickt wurde, ebenfalls mit 5:15 Treffern.
Henrike Enders gewann ihr erstes Ko gegen Jasmin Aron und stand danach der Elisa Sodemann gegenüber. Hier tat sie sich etwas schwer und konnte das Gefecht aber knapp mit 15:14 für sich verbuchen und war somit für das 32er Ko am Sonntag qualifiziert.
Johanna Schmidt dominierte im ersten Gefecht mit 15:8 sicher über die Dortmunderin Lynn-Sophie Wenke, musste sich aber in der folgenden Auseinandersetzung gegen die Tauberbischofsheimer Fechterin Julia Lentz knapp mit 14:15 geschlagen geben. Über den Hoffnungslauf, in dem sie gegen die Bonnerin Indira Ertl mit 15:12 gewann, holte sie sich ebenfalls die Starberechtigung für den kommenden Wettkampftag.
Im ersten Gefecht am Sonntag staden sich erneut Enders und Sodemann gegenüber. Die Werdohlerin ging im ersten Drittel schnell mit bis zu 5 Treffern in Führung. Im zweiten Abschnitt folgte eine Aufholjagd der Berlinerin, die es bis zum Ausgleich schaffte. Dann, im letzten Drittel, sollte es bei Enders überhaupt nicht mehr laufen, so dass Sodemann schließlich mit 15:13 gewann. Nun im Hoffnungslauf deklassierte Enders die Heidenheimerin Amelie Hanschke mit 15:6, wobei die
Überlegenheit noch deutlicher war, als es das Ergebnis wiederspiegelt. Das anschließende Gefecht gegen Kristina Farkas (Leverkusen) sollte das letzte für die LTV-Fechterin werden. Zunächst geriet Enders in einen schnellen Rückstand, der sich bis auf 5:11 ausweiten sollte. Dann drehte Enders auf und konnte sich bis zum 11:12 heran kämpfen. Im zweiten Drittel wurde das Gefecht nur noch mit äußerster Vorsicht geführt, da keine der Kontrahentinnen einen Gegentreffer riskieren wollte. Wegen Inaktivität wurde das Gefecht abgebrochen und ins letzte Drittel gesetzt. Danach lief bei Enders erneut nichts mehr und das Gefecht ging mit 13:15 verloren. Ende für Enders auf Platz 19.
Schmidt stand im ersten Ko gegen Alexandra Ehler (Waldkirch) auf der Planche. Das Gefecht war bis zum dritten Drittel voll auf Augenhöhe. Dann verlor die Schalksmühlerin die Ruhe und die Konzentration. Nach Zeitablauf ging das Gefecht mit 5:10 verloren. Im daraus resultierenden Hoffnungslauf konnte sich Schmidt sicher durchsetzen, auch wenn der erst deutliche Vorsprung zum Ender hin zum 15:13 schmolz. Im zweiten Hoffnungslauf konnte sie die Solinger Lokalmatadorin, Kim Treudt-Gösser, sicher mit 8:13 in Schach halten.
Kristin Farkas setzte der Aufholjagd ein Ende. Schmidt konnte sich nur kurz gegen die Leverkusenerin zur Wehr setzen. Danach fand sie kein probates Mittel und stieg mit einer 7:15 Niederlage, auf Rang 16, aus dem Wettkampfgeschehen aus.