
Als einzige Fechterin des LTV 1861 e.V. startete Henrike Enders auf dem ECC Europacup- und DFB-Ranglistenturnier der Aktiven in Mannheim. Mit 136 Fechterinnen, unter anderem aus Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Spanien, Italien, Rumänien, Luxemburg, Österreich, der Schweiz, der Tschechischen Republik und den Niederlanden war der Wettbewerb hochkarätig besetzt gemeldet waren.
In der ersten Vorrunde startete Enders hervorragend. In einer 6er Runde gingen vier Siege gegen Tanja Gmelin (Heidenheim) mit 5:3, Hannah Traub (Reutlingen) 5:3, Ziegler (Ditzingen) 5:3 und sogar gegen die drittplazierte der Deutschen Meisterschaften, amtierende Deutsche Studentenmeisterin und spätere Turnier-Achte, Maria Hugas Mallorqui aus Heidelberg mit 5:4, auf das Konto der Werdohlerin. Nur der Spanierin Garcia Samanta Perez musste sie sich 1:5 geschlagen geben. Das hieß Platz 31.
In der 7er Zwischenrunde konnte sie sogar fünf Siege verbuchen. Gegen die spätere Dritte des Turniers Julia Morawietz von Bayer 04 Leverkusen 5:3, Sabine Kirsch (OFC Bonn) 5:1, Luca Merz (Heidenheim) 5:3,Vanessa Berger (Ditzingen) 5:3 und Danielle Trittelvitz (Ditzingen) 5:4. Zu unkonzentriert und vielleicht auch zu siegessicher verlor sie das letzte Gefecht gegen Tanja Gmelin 3:5. Als Achte der Zwischenrunde wurde Henrike als Nummer 19 in der 64er Direktausscheidung gesetzt und traf dort erneut auf Hugas Mallorqui, die nun die Revanche für die Vorrundenniederlage forderte. Doch wieder konnte die LTV-Fechterin mithalten und holte sogar einen Rückstand von 9:12 zum 12:12 auf. Leider gehörte der Heidelbergerin der nächste Treffer und mit weiteren Doppeltreffern rettete sie für sich ein knappes 15:14. Für Enders ein Supergefecht, aber eben doch eine Niederlage, die sie in den Hoffnungslauf schickte.
Dort wartete erneut die Heidenheimerin Tanja Gmelin, gegen die sich die Westfälin aber sicher mit 15: 13 durchsetzen konnte.
Dem Einzug in die 32er K.o.-Gefechte stand jetzt noch die österreichische Meisterin im Wege.
Das Gefecht gegen die erfahrene Christiana Engel war offen bis zum Ende, keine der Fechterinnen konnte mehr als zwei Punkte davonziehen. Letztendlich war das Glück auf Seiten der Österreicherin, die das Gefecht nur knapp mit 15:14 gewinnen konnte. Für Henrike Enders bedeutete diese Niederlage schließlich das Aus auf dem 34. Platz, was aber für die A-Jugendliche in diesem internationalen Teilnehmerfeld doch als Erfolg zu werten ist.