
Die Halle des TSC Eintracht Dortmund war Schauplatz der Westfälischen A-Jugendmeisterschaften im Degenfechten.
Fechter Hendrik Keiten Schmitz sehr deutlich mit 15:2 Treffern. Nach einem weitern 15:10 Sieg über Phil Brands, ebenfalls Bocholt, war der Bergstädter wieder im Rennen. Der nächste Gefecht gegen den Dortmunder Leonhard Knöpper war bereits deutlich enger, beide kämpften auf Augenhöhe. Doch Engelhardt zog zum Schluss das Tempo an und holte sich den verdienten 15:13 Sieg. Das war der Einzug ins Viertelfinale. Dort wartete erneut Evsenin auf ihn. Diesmal sollte es nicht ganz so einfach für den Dortmunder werden. Engelhardt hatte aus dem vorhergehenden Gefecht gelernt, musste aber dann doch eine 8:15 Niederlage einstecken, die für ihn das Aus auf Rang acht bedeuten sollte.
Enders konnte sich in seinem ersten K.O.-Gefecht sicher mit 15:7 gegen den Mindener Thorben Herzer durchsetzen, musste aber anschließend eine etwas unglückliche 11:15 Niederlage gegen den Bocholter Jan Schilderink einstecken, die auch ihm den Hoffnungslauf bescherte. Nach eine knappen 15: 14 Sieg über Dominik Berkel vom TSC Herne hatte sich der Werdohler dann für das Viertelfinale qualifiziert.
Busch kam, wie so oft, etwas schleppend auf Touren und musste im ersten K.O. gegen den Dortmunder Nils Mösta ein wenig zittern. Erst in letzten Moment konnte er einen denkbar knappen 15: 14-Sieg für sich herausholen. Leonard Knöpper war jetzt der nächste Wiedersacher. Jetzt wieder aufgewacht, ging der LTVer schnell in Führung und sicherte sich einen 15:11 Sieg. Im folgenden Viertelfinale trafen jetzt Busch und Enders aufeinander. Etwas zu deutlich unterlag Enders seinem Vereinskameraden mit 4: 15 und schied somit auf Rang 5 aus. Für Busch war nun der Weg aufs Treppchen frei. Sein nächster Gegner, Egor Evsenin, hatte allerdings etwas dagegen, dass Busch nach ganz oben kommen sollte. Beide lieferten sich ein hartes aber faires Gefecht. Busch zog den kürzeren und schied nach einer 9:15 Niederlage auf Rang drei aus. Im folgenden Finale standen sich mit Egor Evsenin und Johann Heidelbach zwei Dortmunder gegenüber. Nach einem klaren 15:7 Sieg holte sich Evsenin den Landesmeister-Titel. Besonders beachtenswert ist, dass unter den besten acht Westfalen, sechs Schüler des Lüdenscheid/Dortmunder Trainers Wojchiech Mróz sind.
Im anschließenden Mannschaftskampf bildeten Paul Busch, Valentin Enders und Niels Schüling (Münster) eine Startgemeinschaft, mit der sie sicher den zweiten Platz hinter der Mannschaft Dortmund 1 erkämpften.
Am Sonntag gingen die Damen auf die Planche. Marie Courouble, Henrike Enders, Lea -Marie Geisbauer, Maike Plate, Constanze Millutat und Johanna Schmidt vertaten die Farben des LTV 1861. Bis auf die noch B-Jugendliche Maike Plate, die durchaus sehenswerte Leistungen zeigte,
Lea-Marie Geisbauer trat zunächst gegen Julia Kinne (Eintracht Dortmund) an. Das äußerst enge Gefecht ging nur ganz knapp mit 15: 14 an die LTV-Fechterin, die sich anschließen nach einer
unnötigen 9:15 Niederlage gegen Tabea Klein-Bölting (Bocholt) im Hoffnungslauf wiederfand.
Hier absolvierte die Bergstädterin zwei weiter sehr knappe Gefechte gegen Henrike Klus (TC Herne) und Lotta Reimann (Dortmund) die mit 15:13 und 15:14 den Weg nach oben wieder frei machten.
Marie Courouble konnte zunächst ihre ersten beiden Ausscheidungsgefechte
gegen Henrike Klus (15:10) und Leonie Blöbaum vom Quernheimer FC (15:10) klar für sich entscheiden. Die äußerst stark fechtende Kendra Bittner (Herne) schickte sie dann aber ebenfalls in den Hoffnungslauf, wo sie dann leider auf ihre Vereinskameradin Lea-Marie traf. Der Kampf um den Einzug ins Viertelfinale ging knapp , mit 15:13, an Geisbauer. Courouble schied auf Rang 10 aus. Kendra Bittner wartete jetzt auf die Lüdenscheidern. Wie zuvor Marie Courouble musste sich jetzt auch Lea-Marie Geisbauer mit 9:15 geschlagen geben und belegte damit den achten Platz.
Johanna Schmidt und Henrike Enders hatten zunächst ein Freilos und deklassierten anschließen ihre Gegnerinnen, Hannah Wilke (Hagen) und Hannah Jöster (Gladbeck) mit 15:2 bzw. 15:5 Treffern, bevor die beiden aufeinander trafen. Beide kennen sich gut und schenken sich nichts. Das Kopf an Kopf rennen ging schließlich mit 15:13 an Enders.
Richtig spannend und emotional Aufgeladen war die Stimmung im anschließenden Mannschaftskampf. Sieben Mannschaften waren gemeldet. Darunter die Startgemeinschaft Lüdenscheid/Neheim mit Henrike Enders, Lea-Marie Geisbauer, Johanna Schmidt und Daria Kleine sowie die rein Lüdenscheider Mannschaft mit Marie Courouble, Constanze Millutat und Maike Plate.
Als erste traten Lüdenscheid und Hagen (Lea Beermann, Hannah Wilke und Sarah Franco) gegeneinander an. Zunächst sah es nach einer leichten Sache aus, Marie Courouble setzte schnell drei Treffer in Folge, war sich zu sicher und ihre Gegnerin Dahra Franco hatte schnell
gelernt. Sie konterte und holte eine 5:3 Führung für Hagen. Auch bei den folgenden den Gefechten holten die Hagenerinnen jeweils fünf Treffer, während die Lüdenscheiderinnen jeweils nur drei oder vier Gegentreffer setzen konnten. Nach dem vierten Gefecht hatten sich die Hagener einen komfortablen 20:13 Vorsprung erarbeitet. Dann aber hatten sich die Bergstädterinnen gefangen. Courouble holte sich einen 10:4-Sieg gegen Lea Beermann und verkürzte so auf 23:24. Noch immer führte Hagen, aber Constanze Millutat holte zum nächsten Schlag aus und brachte ihre Mannschaft erstmals mit 35:32 in Führung. Lautstark von ihren Begleitern unterstützt gaben die LTV-Fechterinnen ihre
Führung nicht mehr ab und gewannen schließlich mit 45:41.
Auf Grund des guten Index in den Einzelwettkämpfen hatte die Startgemeinschaft Lüdenscheid/Neheim zunächst ein Freilos, bevor sie ins Rennen ging. Lüdenscheid gegen Lüdenscheid/Neheim hieß diese Begegnung. Von vorne herein Chancenlos ließen sich die „Lüdenscheiderinnen“ jedoch nicht unterkriegen und erkämpften sich doch den ein oder anderen sehenswerten Treffer. Das „vereinsinterne“ Duell ging mit 45:20 an die Startgemeinschaft.
Im Kampf um die Plätze eins und zwei standen sich die Mannschaften Lüdenscheid/Neheim und TSC Eintracht Dortmund 1 gegenüber. Platz drei und vier wurden zwischen Lüdenscheid und dem Herner TC mit der Landesmeisterin Kendra Bittner ausgefochten.
Die Begegnungen wurden parallel auf nebeneinander liegenden Fechtbahnen ausgetragen. Während die
Startgemeinschaft ihre Gegnerinnen fest im Griff hatte und sich mit einem sicheren 45:25 Sieg Gold holte, war auf der Nachbarbahn pure Spannung angesagt.
Marie Courouble brachte Lüdenscheid zunächst mit 5: 2 in Führung. Danach wechselten die Führungen stetig. Kendra Bittner holte für die Herner immer wieder wichtige Treffer. Constanze Millutat trat auf die Klinge ihrer Gegnerin, knickte um und kämpfte danach auf Sparflamme. Insbesondere Maike Plate wuchs über sich hinaus und erzielte hervorragende Ergebnisse und holte
viele Punkte für die Mannschaft. Nach dem vorletzten Gefecht übergab Constanze Millutat die Verantwortung beim Stand von 39:39 an Schlussfechterin Marie Courouble, die jetzt gegen die neue Westfalenmeisterin, Kendra Bittner, antreten musste. Getragen von der Unterstützung ihrer Mannschaft und der Begleiter ging sie ins letzte Gefecht. Trotz heftigster Gegenwehr ließ sie Bittner keine
Chance und holte einen hervorragenden 45:43 und somit Bronze für die Bergstädter. Überglücklich zeigte sich Trainer Wojchiech Mróz, nachdem die drei von ihm trainierten Mannschaften Gold, Silber und Bronze geholt hatten.