
Mit Henrike Enders, Wiebke Plate und Johanna Schmidt waren drei qualifizierte LTV-Fechterinnen waren am 12. und 13. Juni ins 450 Kilometer entfernte Waldkirch, in der Nähe von Freiburg, gefahren, um an den Deutschen Meisterschaften Damen Degen A-Jugend teilzunehmen.
Johanna Schmidt musste sich in der Vorrunde nur der Hoffnungsthalerin Johanna Marie Wisskirchen, wenn auch deutlich, 5:0 geschlagen geben. Für die folgenden Direktausscheidungen bedeutete dies, bedingt durch den Index, eine Platzierung im Mittelfeld. Im ersten Ausscheidungsgefecht führte die Schalksmühlerin sicher mit 8:2 Treffern. Die vermeintlich unterlegene Anna Dörsam aus Heidelberg konnte jedoch aufholen, und gewann in der Verlängerung mit 12:11. Im folgenden Hoffnungslauf konnte Schmidt zunächst das Gefecht gegen Lina Brakemeier aus Rohrbach/Saar mit 18:8 für sich verbuchen, scheiterte danach aber an der Tauberbischhofsheimerin Carmen Borrmann, mit 9:10. Platz 37 und kein Punkt auf der Deutschen Rangliste war die Ausbeute des Tages. Bereits über die Landesliste hatte Schmidt den Einzug ins D3 Kader erreicht.
Wiebke Plate hatte mit 4:1 gegen Sofia Mavridis, vom OSC Bonn, einen guten Start. Nur ein weiterer Sieg im letzten Gefecht der Vorrunde nicht zum Einzug in die Direktausscheidung. Sie belegte Platz 66.
Die Werdohlerin Henrike Enders startete verkrampft mit einer 5:4 Niederlage gegen Aline Heiberger (Waldkirch) und gewann auch nach einem 5:0 Sieg gegen die Osnabrückerin Fabia Butterwegge kein rechtes Selbstvertrauen, so dass sie bei starker Besetzung der Runde nur 3 Siege verbuchen konnte, was Platz 52 bedeutete. Sie traf damit auf die an Nr. 10 gesetzte Benita Marx aus Offenbach. Das Gefecht war ausgeglichen, Enders konnte eine 11:9 Führung aber nicht halten und verlor 14:15. Das kommende Duell gegen die Hagenerin Christina Eversbusch ging knapp mit 9:8 in der Verlängerung an Die LTV-Fechterin. Alina Nahm (TBB) war die nächste Gegnerin. Enders lag 11:5 zurück, als Trainer Mróz nicht mehr zu halten war und durch laustes Zwischenrufen gar einen Hallenverweis riskierte. Doch es hatte genutzt, Die Werdohlerin wachte auf, und gewann schließlich 15:14. Platz 32. und Ende des Wettkampfs hieß es nach der 6:15 Niederlage gegen die spätere Turniersiegerin Florina Plachta vom FC Offenbach und einem weiteren, unglücklichen 14:15 Gefechtsverlust gegen Annika Seher aus Solingen. Platz 32 bedeutete aber den dritten Wertungspunkt auf der Deutschen Rangliste und somit den Direkteinzug in den D3-Kader.
Am Sonntag mussten die Fechterinnen bereits um 7.15 Uhr in der Halle sein, weil das TD entschieden hatte, die Gefechte früh zu beenden, damit die meisten die Chance hatten, das WM-Fußballspiel Deutsch-Australien zu sehen.
Die drei Lüdenscheiderinnen Enders, Plate und Schmidt bildeten mit der Neheimerin Kleine die Startgemeinschaft Westfalen 1 im Feld von 14 weiteren Mannschaften. Die Vorrunde wurde 3x 4 Mannschaften ausgetragen, Offenbach, Waldkirch und Nord-Baden waren befreit. Zusammen mit Neheims Trainer Tomek Engel stimmte Trainer Wojciech Mroz die westfälischen Mädels kämpferisch ein.
Im ersten Vorrundengefecht gegen Esslingen führte das Westfalen-Team zu jeder Zeit und siegte 45:30. Nächster Gegner der Runde war Bayer Leverkusen mit der Drittplazierten der Einzelmeisterschaft Julia Morawietz. Überraschend war die eher knappe Niederlage von 41:45. Als letzter Vorrundengegner stand Solingen auf dem Plan. Nach dem Endstand von 37:29 und damit dem gesicherten Einzug in die Direktausscheidung, wartete dort die Hagener Mannschaft, gegen die man bei den Landesmeisterschaften verloren hatte, auf das Lüdenscheid/Neheimer Team. Der Gefechtsverlauf war äußerst spannend und von Führungswechseln gezeichnet. Schließlich setzte sich „Westfalen I“ durch und gewann 31:28. Der unerwartete Einzug ins
Viertelfinale war erreicht. Dort wartete allerdings der spätere Sieger Offenbach mit der Erst-, Sechst- und Achtplazierten der Einzelmeisterschaft Plachta, Stahlberg und Stech. Der Endstand war 27:45, eigentlich ganz respektabel, wenn man bedenkt, dass die Waldkircher sich im Finale 19:45 geschlagen geben mussten. Rang 7 hieß es im Endergebnis für die Damenmannschaft Westfalen I.